BSVB Aktuell

Sehbehindertentag 2018 – Ideen:

Die folgenden zwei Themen wurden vorgelegt vom Gemeinsamen Fachausschuss für die Belange Sehbehinderter (FBS) beim DBSV.

Thema:
Sehbehinderung und Musik

  1. Titel

  • Musik für alle ein Genuss - verschiedene Zugangswege bei Sehbeeinträchtigung und Blindheit
  • Musik für alle Sinne

 

  1. Kooperationspartner

  • da capo Projekt (Leipzig) (stellt Texte und Noten in Großdruck mit einem besseren Kontrast als durch Kopien her)

  • Rosa Maria Dotzler (als Aktive im Bereich: Musikworkshops/Musikwochen/Braillenotenkurse/Musik für junge Leute)

  • Musikschulen

  • Chöre und Bands

     

  1. Aktionen

  • an verschiedenen Stellen machen Gruppen und Bands Musik in Form eines flash mop oder als Rudelsingen

     

  1. politische Forderungen

  • Schulung von mehr Chorleitern bezüglich der Belange blinder und sehbehinderter Menschen
  • Forderung nach musikalischen Aktivitäten für alle und in der Gemeinschaft als Zeichen der Teilhabe

 

Thema:
Barrierefreie Museen

  1. Titel

  • Barrierefreiheit macht Museen attraktiver

  • Wieder öfter ins Museum mit (trotz) Sehbehinderung

  • Museen mit allen Sinnen erleben

     

  1. Kooperationspartner

  1. Aktionen

  • Prüfung vorhandener Checklisten, inwiefern Sehbehinderung bereits berücksichtigt wird

  • Zusammenarbeit mit Museen im Vorfeld des Sehbehindertentages, z. B.

  • Beratung und Begleitung der Vorbereitung von (Sonder-) Ausstellungen, die in der in Frage kommenden Zeit geplant sind

  • Führungen für sehbehinderte Besucher in Museen vor Ort am 6.6.

     

  1. politische Forderungen

  • Teilhabe am kulturellen Leben ermöglichen, Zugang verbessern

  • UN-BRK - Recht von Menschen mit Behinderungen, gleichberechtigt mit anderen am kulturellen Leben teilzuhaben, (Bildung, Barrierefreiheit

  • http://www.museum-fuer-alle.de/1/museum_fuer_alle/:

    „Jeder Mensch hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft teilzunehmen, sich der Künste zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Wohltaten teilzuhaben." Auf dieses individuelle Grund- und Freiheitsrecht einigte sich die Völkergemeinschaft 1948 im Rahmen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen.“

     

    Hintergrund:

Es gibt viele gute Beispiele für Bemühungen um barrierefreie Museen und Ausstellungen in Richtung  Audioguide, Tastmodelle, Museumsführer, also zum Hören und Tasten. Man findet Leitsysteme für blinde Menschen oder Ausstellungsstücke dürfen ertastet werden. Bei der Tagung der KS Leben mit Sehbehinderung 2016 wurde dies auch ausdrücklich als hilfreich für sehbehinderte Museumsbesucher hervorgehoben.

Sehbehinderte Nutzer wünschen sich darüber hinaus, ein Museum auch sehend erleben zu können. Dazu sind viele weitere Punkte wichtig, von der barrierefreien Internetseite über Informationen in  (Punkt- und) Großschrift, kontrastreiche, übersichtliche Gestaltung bis hin zur Beleuchtung und der Erlaubnis zum Fotografieren (z.B. zum Heranzoomen oder im Nachhinein eingehendes Betrachten von Ausstellungsobjekten, die sich in größerer Entfernung befinden). Deshalb schlagen wir dieses Thema für den Sehbehindertentag 2018 vor. Weitere Anregungen / Wünsche können gern zur Verfügung gestellt werden (siehe KS-Tagung).

Wir können an Vorhandenes anknüpfen(Landesverband der Museen Berlin z. B hat eine Checkliste veröffentlicht: http://www.lmb.museum/de/fach-und-arbeitsgruppen/ag-barrierefreiheit-ausstellungen/barrierefreiheit/  oder die Broschüre „Das inklusive Museum – ein Leitfaden zu Barrierefreiheit und Inklusion“.


Themenvorschläge der Arbeitstagungen 2008-2016

 

  • Lupen in Supermärkten
  • Museen
  • Zugang zu Zeitschriften/Zeitungen
  • Bankgeschäfte
  • Onlinebestellungen/Internetnutzung
  • Hotel/Gastronomie
  • Apotheken
  • Rowdy-Fahrradfahrer
  • Bundesweiter Test zu einem bestimmten Thema
    • Beispiel 1: Unter dem Motto "Barrierefreie Information" könnten die Landesverbände ausgewählte regionale bzw. lokale Onlinemedienangebote auf Barrierefreiheit testen.
    • Beispiel 2: Unter dem Motto "Barrierefreies Rathaus" könnten die Landesverbände einmal ihre Ämter testen.

Für eine Vergleichbarkeit müsste es einen einheitlichen Fragebogen geben, der gemeinsam erarbeitet werden sollte.

 

 




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